Wenn ein Projekt von einer Clique unbedingt gewollt ist (Flughafen Braunschweig), dann wird auch schon mal Naturschutzrecht außer Kraft gesetzt – und wenn ein Bürgermeister keine Probenräume für Musikgruppen in einem Gebäude der öffentlichen Hand haben will (BGex, Goslar) dann wird so lange getrickst und gelogen, bis das Ding geschlossen ist.

Und wenn ein paar dicke Freunde aus Jugendtagen ein Baugebiet unbedingt wollen, dann kriegt auch mal eine überschuldete GmbH einen Erschließungsträgervertrag (Bad Harzburg, Jonaswiese) – auf die Gefahr hin, dass die Anlieger ihre Erschließungskosten halt doppelt zahlen müssen, wenn das schief geht.

Wenn ein Politiker beliebt ist, dann wird er gewählt. Und wenn ein Politiker genug Freunde hat, dann kriegt er seine Entscheidungen auch an geltenden Regeln vorbei hin – so wie er sie haben wil. Nur wenn ein Politiker unbeliebt ist, dann wird er zum Glück irgendwann abgewählt.

Aber ist „Beliebtheit“ der richtige Maßstab für Politiker?