SPD von innen

Die Sozialreformen „rund um Hartz IV“ von Gerhard Schröder waren eine etwas ungeschickt umgesetzte, – aber insgesamt notwendige Reform der Sozialsysteme.

Die wirtschaftliche Lage damals war äußerst kompliziert und es musste sich etwas ändern, damit in der Wirtschaft neue Impulse gesetzt werden. Vor allem fand ich gut, dass mit der Einführung der „Ich AG“ die von Arbeitslosigkeit betroffenen Leute wenigstens in einer (wenn auch gelegentlich notdürftigen) Selbständigkeit ihre Zukunft suchen konnten und dass der Staat das gefördert hat.

Ich selbst habe in dieser Zeit mit den neu entstandenen „Ich AGs“ beruflich experimentiert und aus diesen Experimenten ist ein Unternehmen entstanden, das bis heute exzellent funktioniert (kmb2 | Kooperation im Handwerk).

Wie auch immer … Ich fand SPD damals gut und wollte mitarbeiten. Allerdings hat SPD insbesondere in Goslar meine Mitarbeit nicht ganz so gut ertragen, nachdem ich dem damaligen SPD-Bürgermeister Binnewies seine Finanzkunststücke vorgerechnet habe:

Zu dem Zeitpunkt, als ich offen gegen Herrn Binnewies angetreten bin, war nicht klar, dass es am Ende eines Prozesses der Meinungsbildung zu dessen Abwahl kommen würde, – und ich kann mir natürlich diesen Erfolg nicht zurechnen, – aber es freut mich, dass ich zumindest am Anfang einen kleinen Beitrag dazu leisten konnte. Am Ende war dieser Polit-Star entzaubert, und Sigmar Gabriel, der ihn persönlich nach Goslar geholt hatte, wollte auch persönlich seinen Abgang organisieren.

Mich hat man trotz der völlig offensichtlichen, politischen Verfehlungen von Henning Binnewies noch in der satzungsgemäßen „Probezeit“ aus der SPD geworfen – auf Betreiben von Klaus Scheller und (so berichtet man mir) Sigmar Gabriel persönlich.


Ein Teil von mir denkt immer noch „links“, denn wenn Wirtschaft nicht für die Menschen ist, dann braucht Wirtschaft kein Mensch!