2007 bin ich in die SPD eingetreten und 2008 hat man mich noch in der Probezeit wieder rausgeschmissen – genauer – man hat die Aufnahme zurück genommen. Bei der SPD geht das so(§ 4 der Satzung).

Ich wohnte damals in Jerstedt und habe den Oberbürgermeister von Goslar, Henning Binnewies, massiv angegriffen wegen seiner Finanztricksereien (für die er sich später im Innenministeriums selbst angezeigt hat) und wegen seiner zum Teil wirklich unwürdigen Art mit Leuten umzugehen.

Das war der SPD zu viel. So einen Revoluzzer wollten die nicht! Als ich dann einen offenen Brief an die Ratsfraktionen geschrieben hatte, indem ich mich für das ehemalige BGex eingesetzt habe (ca. 30 Proberäume für Musikgruppen), wurde es den Genossen zu viel.

Weltkulturerbe?

Ich fühle noch heute in vielen Themen wie ein Sozialdemokrat und bin 2019 in Köthen in Sachsen-Anhalt erneut in die SPD eingetreten. Der Ortsverband Köthen hat mich auch aufgenommen, aber die SPD in Bad Harzburg hatte dabei als mein Heimatverein ein Vetorecht und hat das verhindert.

Ich würde unter den gleichen Umständen wie 2007 auch wieder in die SPD eintreten, aber ich würde mich auch wieder quer stellen, wenn ein Henning Bittenweis die Proberäume von Musikern platt macht – mit noch dazu völlig verwirrten Argumenten. Und dann würde ich wahrscheinlich auch wieder rausfliegen. Insofern habe ich nichts dazu gelernt, aber die SPD auch nicht.

Ich bedaure das für die SPD zutiefst, denn eine Partei, die meine Art zu denken nicht aushält wird in diesem Jahrtausend nicht mehr sehr alt.