Liebe Wähler der Linken,
„Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin“
Mal abgesehen davon, dass bei diesem Spruch wohl permanent wegretouchiert wird, dass der Satz noch weitergeht – „… dann kommt der Krieg zu Dir…“ – ich mag diesen Spruch trotzdem auch. Ich bin 62 Jahre alt und war als junger Mann vier Jahre lang Soldat. Ich wäre auch heute wieder dabei, wenn man mich fragt.
Ich mag die Linke sehr. Aber in dieser einen entscheidenden Frage kommen wir nicht zusammen. Ich war ja nicht Soldat um Krieg zu führen, sondern weil ich ganz fest überzeugt davon bin, dass man den Frieden dadurch erhält, dass man stark genug ist um mich angegriffen zu werden.
Ich bin im Westen geboren, aber ich habe dabei auch nicht den Reflex gehabt, dass die Amis toll sind und die Russen irgendwie gemein. Ich habe schon in den 80er Jahren in meiner aktiven Zeit viel Kritik am Verhalten des Westens geübt. Die Gründe würden hier jetzt zu weit führen. Wenn das jemanden interessiert können wir mal gesondert darüber reden.
Die Linke käme problemlos auf 30%, wenn sie sich zu dem Thema noch mal überdenken könnte.
Soldaten sind keine Mörder und auch keine Kriegstreiber!
Kaum hatte man nach der Wiedervereinigung den Eindruck, es könnte der Frieden ausgebrochen sein haben wir die Bundeswehr ja auch stark zurück gebaut. Ob das richtig oder falsch war wird sich jetzt erweisen.
Zu meiner Zeit gab es den Spruch: „stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin“. Wir Soldaten haben damals die Gegenfrage aufgeworfen: „stell dir vor es ist Frieden, und einer macht nicht mit.“
Die Linke käme auf 30%, wenn Sie sich zu diesem Thema neu positionieren könnte. Und bis dahin sind die Soldaten der Bundeswehr sicherlich meiner Meinung: wir verteidigen euch einfach mit, wenn es darauf ankommt.
kleiner Nachtrag: Beiträge wie diesen habe ich in Gruppen der LINKEN veröffentlicht und wurde dort dann gesperrt. Vielleicht mögt Ihr ja ein bisschen mithelfen, und den Beitrag dort weiterhin teilen.
