Stell Dir einen Tisch von oben vor – so wie auf dem Bild hier unten. Der Tisch hat vier Kanten und an jeder Tischkante sitzt jemand. Nennen wir sie die Herren A,B,C,D. Und auf dem Tisch stehen eine große Weinkaraffe aus Keramik und ein kleines Weinglas.

Stellen wir uns ein Streitgespräch vor:

Sagt Herr A zu Herrn C „Geben Sie mir doch bitte mal das Glas – da rechts von der Karaffe“ – und Herr C (der sitzt gegenüber) antwortet „Wie bitte? … Das Glas steht aber links“ …Problem erkannt?

links – rechts – links – rechts … Fast jeder Streit fängt exakt auf diese Art an. Beide haben Recht – jeder von seinem Standpunkt aus – und beide haben aber auch nicht Recht – vom Standpunkt des anderen aus. Und deshalb können die sich herrlich streiten.

Und die Lösung?

Herr D schlägt als erster einen Kompromiss vor. Er ist der Meinung, dass das Glas in der Mitte steht, und möchte, dass die Beteiligten sich also auf „die Mitte“ einigen. Die ist aber jetzt aus der Sicht von beiden (A,C) falsch, und einer am Tisch kann gar nichts beitragen. Das ist Herr B. Der sieht das Problem gar nicht. Er sieht nämlich das Glas nicht.

Mein Beitrag zu Lösungen:

Ich begleite derartige Denkprozesse – entweder indem ich Besprechungen moderiere, oder indem ich für meine Gesprächspartner die verschiedenen Blickwinkel besetze. So simulieren wir dann ein Gespräch mit denen, die noch nicht Platz nehmen wollten – oder die noch gar nicht identifiziert sind.


Setz Dich nacheinander auf jeden Stuhl …
… geh um den Tisch und schau genau hin!

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