Ich habe mir die Parteien alle von innen angeguckt, und passe da überall nicht hin.


Ich bin tendenziell links, und würde mein Unternehmen (eine Handwerker Kooperation = www kmb2.de) ) z.B. als Genossenschaft führen, wenn man in Deutschland mit etwas weniger bürokratischem Aufwand Genossenschaften führen könnte. Der Aufwand für Prufverband und Aufsichtsrat und so weiter ist zu hoch bzw mein Unternehmen ist dafür zu klein.


Ich versuche mich aber immer an Fakten zu orientieren, und die sind ja weder links noch rechts. Mein Unternehmen ist bundesweit tätig, und auch privat ist mein zweites Zuhause in Wyk auf Föhr. So kriege ich viel mit aus Schleswig-Holstein, wo Schwarz-Grün regiert, und das finde ich ehrlich gesagt ganz gut.


In den mir bekannten schwarz-grünen Regierungen gibt es kaum Skandale und kein Gezicke. Da wird relativ konzentriert gearbeitet, und Schleswig-Holstein hatte letztes Jahr zum ersten Mal ein höheres Wirtschaftswachstum als Bayern.


Ich glaube das liegt daran, dass man dort das ganze Thema mit der regenerativen Energie nicht ideologisch angeht, sondern wirtschaftlich geprägt. Ich kann mir vorstellen, dass das auch für den Bund ein geeignetes Modell wäre, denn der Weltmarkt hat sich halt längst für grüne Produkte entschieden, und China überholt die ganze Welt, indem sie auf dem Sektor richtig gut sind. Und uns Deutschen wird es auf Dauer nicht helfen, dass wir Weltmarktführer für Dampfloks sind.


Und das erklärt jetzt glaube ich ganz gut, warum man mich so schlecht einschätzen kann. Ein Linker, der Schwarz-Grün für eine geeignete Regierungsform hält 🙂


Ich wundere mich da manchmal über mich selber, und frage mich dann, ob ich wirklich eher links bin, aber es gibt Gründe anzunehmen, dass ich das wohl bin. Ich spiele z.B. Trompete in einem kirchlichen Posaunenchor, und glaube, dass man als Christ automatisch links ist.


Es macht keinen Spaß reich zu sein, wenn der Nachbar arm ist!


Und um dann am Ende auch noch das Migrationsthema anzusprechen, was ja in den letzten Jahren sehr wichtig war, da bin ich ziemlich dogmatisch: Jesus Christus hat ja nicht gesagt, dass wir Flüchtlinge aufnehmen sollen, es sei denn es wäre schwierig oder teuer. Und da sind wir bei einem der Gründe, warum die CDU auf mich stinkig ist, mit der ich ansonsten ganz gut leben könnte. Ich spreche denen immer wieder das C ab, weil an der Union nichts christlich ist.


Wenn sie mich näher kennenlernen wollen, dann kommen Sie gerne mal dazu, denn wir treffen uns jeden Donnerstag um 18 Uhr im Kammerkrug (Bad Harzburg). Wir nennen das „Kandidaten grillen“, weil wir der Meinung sind, dass sich jemand auch den harten Fragen stellen muss, wenn er die Verantwortung für eine ganze Stadt übernehmen möchte.


Die Zukunft braucht uns hellwach!