Was bedeutet die Herausforderung von Babyboomern und Pillenkick für unsere Gesellschaft in den nächsten Jahren konkret? Ich zitiere noch aus „Mathematik“ Im Ergebnis hat jeder vierte Babyboomer keinen Nachfolger. Eine wichtige Quelle in diesem Zusammenhang ist die animierte Bevölkerungspyramide des Bundesamtes für Statistik.

  • die Babyboomer als Mitarbeiter

Es fällt Firmen zunehmend schwer freie Stellen zu besetzen. Nicht nur weil zu wenig Leute ausgebildet wurden, oder weil zu viele Leute falsch ausgebildet wurden, sondern auch weil schlicht und rein rechnerisch zu wenig Menschen vorhanden sind. Wenn jemand denkt, dass wir jetzt schon ein Nachwuchsproblem haben … das ist ein Irrtum. Das Problem fängt gerade erst ganz langsam an.

  • Babyboomer als Kunden

Es wird Firmen in vielen Branchen in den nächsten Jahren auch deshalb immer schwerer fallen am Markt zu bestehen, weil die Zielgruppe schlicht zu klein wird. Speziell der Bereich von klassischen Konsumgütern dürfte nach meiner Einschätzung ordentlich Federn lassen. Ich erkläre mal am Beispiel meiner Grundschulzeit, warum man für die Bedürfnisse der Babyboomer seitens des Staates oft nichts tut:

Wir waren 1969 in der ersten Klasse viel zu viele Kinder und es gab viel zu wenig Lehrer – aber niemand hätte Grundschulen gebaut oder Grundschullehrer ausgebildet – einfach weil man schon wusste, dass auf die vielen „Babyboomer-Kinder“ sehr wenige „Pillenknick-Kinder“ folgen werden.  Und dieser Effekt begleitet die Babyboomer schon durch ihr ganzes Leben. Sogar bei der Bundeswehr hat man uns nicht alle angenommen – mitten im Kalten Krieg …

  • Babyboomer als Rentner

Und nun wollen die Babyboomer also nur noch ihren Wohlstand genießen und also in Rente gehen. Immerhin haben sie ja ihr Leben lang hart gearbeitet. Wenn ich in meinen politischen Gesprächen den Besitzstand „Rentenanspruch“ in Frage stelle, dann hört man mir etwas ungläubig zu – und lehnt den Gedanken aber strikt ab. Ich denke, dass es tatsächlich egal ist, was die Babyboomer darüber denken. Wir können nicht länger auf dem Deckel unserer Kinder reisen, die das dann alles bezahlen sollen. Das wird nicht funktionieren – und es ist höchste Zeit, dass die Babyboomer das einsehen.

Immerhin muss die Rente der Babyboomer von den (wenigen) jungen Leuten verdient werden, die gleichzeitig gar nicht erst die Chance haben werden, sich selbst einen gewissen Wohlstand aufzubauen, – weil sie nämlich das Anspruchsdenken ihrer Eltern und Großeltern weiter finanzieren sollen. Geht nicht – weil vollkommen verantwortungslos gegenüber den eigenen Kindern …

  • Babyboomer als pflegebedürftige Patienten

Wenn es soweit erstmal ist, dann wird es erst so richtig spannend – und schmerzhaft – und vielleicht auch etwas eklig. Ich erspare Euch eine Beschreibung der Details. Ihr könnt Euch sicher selbst erklären wie das wird, wenn .

Wir müssen uns bei unserem ganzen Anspruchsdenken alle mal klar machen, dass wir nicht von Krankenspflegern und Krankenschwestern gepflegt werden können, die wir gar nicht erst in die Welt gesetzt haben (Pillenkick).

aber so wie man für uns keine Lehrer ausgebildet hat – und so wie man damals keine Schulen gebaut hat – so wird man es auch halten, wenn wir Babyboomer gepflegt werden müssen. Man wird warten (müssen), bis auch dieses Problem sich von allein löst.

Ist Sterben eine Lösung?

Ich provoziere mal ein bisschen: Rein mathematisch ist Einschläfern wird am Ende der Babyboomer sogar die beste Lösung sein. Und wer weiß – vielleicht bietet man uns Babyboomern ja ähnlich humane Lösungen an, wie sie auch jedem Haustier gewährt werden, wenn es zuende geht.

Wie das gehen kann?

Das muss halt geregelt werden! Wenn ich die Bundesregierung wäre, dann würde ich jetzt die Deutsche Rentenversicherung beauftragen einen „Babyboomer-Tarif“ zu entwickeln, der diese Chance abbildet – und zwar so, dass es für die Babyboomer richtig interessant wird weiter zu arbeiten.

Und den Babyboomern empfehle ich, dass sie den restlichen Gestaltungsspielraum den sie noch haben klug nutzen, um für solche Arbeitsplätze zu sorgen, die man als älterer Mensch noch gut ausfüllen kann. Mein Unternehmen kmb2 arbeitet an solchen Konzepten, – aber dazu schreibe ich auf der Firmenseite.

Eine Alternative dazu sehe ich ohnehin nicht – aber viel wichtiger ist, dass die Babyboomer dann nicht mehr das Problem wären, sondern die würden sogar einen ganz massiven Beitrag zur Lösung der Gesamtproblematik leisten.

Was die Babyboomer noch leisten müssen, bevor sie in Rente gehen? Das ist die Integration von Zuwanderern, die ja mitarbeiten WOLLEN! Wir müssen es ihnen nur erlauben. Und wir müssen uns bei der Ausbildung von deren Kindern engagieren.

 


Haben wir zuwenig Nachwuchs und gleichzeitig zu viele Nazis?
Vielleicht ist ja Zuwanderung eine gute Lösung!