Liebe SPD-Mitglieder,

ich spreche derzeit die Parteien direkt an. Die AfD, die Grünen und die LINKE hatte ich schon – heute also die SPD.

Ihr habt als Partei des kleinen Bürgers einen Kanzlerkandidaten aufgestellt, von dem Ihr wusstet, dass er nach Cum Ex dem Wähler nicht mehr zu vermitteln ist. Euch hat der Umstand ausgereicht, dass man ihm „irgendwie nichts nachweisen“ konnte – was wohl auch mit Erinnerungslücken zu tun hatte.

Was Ihr nicht verstanden habt im Wahlkampf ist doch Folgendes:

Es ist völlig wurscht, ob Ihr diesen Vorwurf an Olaf für ungerecht empfindet. Ein SPD-Kanzlerkandidat braucht eine Mehrheit im Volk – und dass er die nicht hatte, das war völlig offensichtlich.

Und dann lernt Ihr aber auch nichts dazu. Jetzt lasst Ihr nach einer historischen Wahlschlappe zumindest zwei der Ampel-Verantwortlichen die Koalitionsverhandlungen führen. Also die zwei, die geradezu staatstragend mitverantwortlich für diese Schlappe waren.

Und nun möchte ich Euch mal sagen, warum Ihr genau damit eine der Ursachen für die Stärke der AfD gesetzt habt. Es gibt Menschen die politisch mitarbeiten wollen – die politisch in die Verantwortung gehen würden – aber die lasst Ihr nicht durch.

Die Führungspositionen in der SPD sind „verstopft“ mit denen, die die SPD in diese Wahlschlappe geführt haben. Diese Erfahrung müsst Ihr jetzt mal endlich verinnerlichen – und Euer Team für die Koalitionsverhandlungen hat ganz klar gezeigt, dass Ihr nichts gelernt habt aus dieser Wahlschlappe.

Ich hatte vor einigen Wochen ein Gespräch mit einem Stadtrats- oder Ortsratsmitglied in Sachsen-Anhalt (ich glaube Stapelburg).


Ein Türke – und AfD-Mitglied!


Den habe ich zunächst gefragt, ob er seine Remigration denn schon organisiert hat – aber dann habe ich ihm zugehört, – und was er mir erzählt kam mir bekannt vor. Die etablierten Parteien – SPD, CDU allen voran – werden von eingespielten Zirkeln angeführt. Frischer Wind unerwünscht … und dann hat der es auf den Punkt gebracht: Ihm ist wurscht was die AfD im Bund treibt. Er will für seine Gemeinde arbeiten – und das hat keiner zugelassen – außer die AfD.

Wer mich kennt weiß, dass ich ihm trotzdem den Kopf gewaschen habe. Wer Nazis wählt – oder gar bei Nazis mitarbeitet – der macht sich mitschuldig. Das hat der paradoxerweise sogar eingesehen. Umso mehr wäre es wichtig, dass die etablierten Parteien jetzt mal die Botschaft akzeptieren:


2 Wahlperioden in einem Spitzenamt der Partei und / oder 2 Wahlperioden im einem Parlament – und danach wird man nur mit einer 2/3-Mehrheit wieder aufgestellt (damit Leute wie Helmut Schmidt, Willi Brandt etc. nicht vom parteiinternen Wahlrecht kassiert werden).


Wenn die SPD jetzt nicht endlich offener wird für die Jugend,
dann geht sie irgendwann den gleichen Weg wie die FDP.


Hört auf die Jusos. Sorgt für eine Quote im Parteivorstand – ähnlich wie männlich/weiblich – nur halt jung/alt. Sorgt dafür, dass die Parteispitze ausgetauscht wird, wenn eine Wahl so krachend verloren wurde.

Die einzige Partei, die derzeit glaubhaft personelle Konsequenzen zieht, wenn es schlecht läuft – das sind die Grünen. Deshalb werden die auch wieder auf die Beine kommen – im Gegensatz zur SPD – sofern die nicht endlich umdenkt.


Ihr habt eine tolle Jugendorganisation.
Hört auf die Jusos!